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Beleuchtetes Rettungszeichen über einem Fluchtweg
Nach DIN ISO 23601 · ASR A2.3

Flucht- &
Rettungspläne

Ein guter Plan nimmt Unsicherheit. Er zeigt jedem Menschen im Gebäude, auch dem ortsunkundigen Besucher, innerhalb von Sekunden den Weg ins Freie. Wir erstellen, montieren und aktualisieren ihn für Sie.

Flucht- und Rettungswegpläne dienen der Selbsthilfe. Sie weisen den im Gebäude befindlichen Personen den Weg zum nächstgelegenen Ausgang ins Freie oder zu einem sicheren Sammelplatz. Außerdem zeigen sie, wo Feuerlöscher, Brandmelder und Erste-Hilfe-Einrichtungen zu finden sind.

Anders als der Feuerwehrplan, der sich an die Einsatzkräfte richtet, wendet sich der Flucht- und Rettungsplan an alle Personen im Gebäude: an Mitarbeitende ebenso wie an Besucher, Gäste, Patienten oder Schüler, auch an solche ohne jede Schulung. Ein klarer, aktueller und lagerichtig montierter Plan baut in einer Paniksituation Unsicherheit ab und unterstützt zielorientiertes Verhalten.

Wann Sie einen Plan brauchen

Die Arbeitsstättenregel ASR A2.3 verlangt vom Betreiber einer Arbeitsstätte, Flucht- und Rettungspläne aufzustellen, wenn Lage, Ausdehnung und Art der Nutzung dies erfordern. Diese drei Kriterien klingen unbestimmt, in der Praxis lassen sie sich gut greifen.

Ein Plan ist in aller Regel erforderlich, wenn …

  • Ortsunkundigesich regelmäßig im Gebäude aufhalten, also Besucher, Gäste, Patienten, Schüler oder Kunden
  • Unübersichtlichkeitdie Fluchtwege nicht von jedem Punkt aus einsehbar oder intuitiv erkennbar sind
  • Erhöhte Gefährdungim Betrieb besondere Brandlasten oder Gefahrstoffe vorhanden sind
  • SonderbautenKrankenhäuser, Pflegeeinrichtungen, Schulen, Hotels, Versammlungsstätten, Verkaufsstätten
  • Behördliche Auflagedas Brandschutzkonzept oder die Baugenehmigung es ausdrücklich fordert
Nicht sicher, ob es Sie betrifft? Das ist der Normalfall und kein Grund, es auf die nächste Brandschau ankommen zu lassen. Wir schauen uns Ihr Objekt an und geben Ihnen eine belastbare Aussage, bevor Kosten entstehen.

Was auf den Plan gehört

Ein Flucht- und Rettungsplan ist mehr als ein Grundriss mit grünen Pfeilen. Er besteht aus einem grafischen und einem textlichen Teil, die zusammen ein vollständiges Bild ergeben.

Grafischer Teil

  • Grundriss des Geschosses mit Raumaufteilung
  • Standort des Betrachters („Sie befinden sich hier")
  • Verlauf der Flucht- und Rettungswege
  • Notausgänge und Ausgänge ins Freie
  • Standorte von Feuerlöschern und Wandhydranten
  • Brandmelder und Handfeuermelder
  • Erste-Hilfe-Einrichtungen und Defibrillatoren
  • Sammelplatz außerhalb des Gebäudes

Textlicher Teil

  • Verhalten im Brandfall in nummerierter Reihenfolge
  • Verhalten bei Unfällen
  • Notrufnummern und interne Alarmierungswege
  • Hinweis zur Nutzung von Aufzügen
  • Legende der verwendeten Symbole
  • Angabe von Geschoss, Gebäudeteil und Planstand
  • Bei internationalem Personal: mehrsprachige Ausführung

Gestaltung nach DIN ISO 23601

Die Norm DIN ISO 23601 definiert Farben, Symbole, Schriftgrößen und Abstände sehr genau. Diese Vereinheitlichung ist kein Selbstzweck: Sie stellt sicher, dass auch Menschen aus dem Ausland oder mit eingeschränktem Sehvermögen die wesentlichen Informationen sofort erfassen.

Element Vorgabe Warum
Rettungszeichen Grün, Piktogramme nach DIN EN ISO 7010 Grün ist international als „sicherer Bereich" belegt und wird auch unter Stress richtig gedeutet
Brandschutzzeichen Rot, Piktogramme nach DIN EN ISO 7010 Kennzeichnet Löscheinrichtungen und Melder eindeutig und unterscheidbar vom Fluchtweg
Fluchtwegverlauf Durchgehende grüne Linie bis zum Ausgang Der Weg muss ohne Interpretation ablesbar sein, auch mit dem Blick aus zwei Metern Entfernung
Formate Mindestens DIN A3 in Fluren, DIN A4 in Einzelräumen Die Lesedistanz bestimmt das Format, nicht der verfügbare Platz an der Wand
Schriftgröße So gewählt, dass sie aus mehreren Metern lesbar bleibt Ein Plan, den man erst aus 50 cm entziffern kann, wird im Ernstfall nicht gelesen
Ausführung Alu-Rahmen, Hartschaum oder langnachleuchtend Bei Stromausfall bleibt ein langnachleuchtender Plan noch lesbar

Lagerichtigkeit und Montage

Der wichtigste und zugleich am häufigsten falsch umgesetzte Punkt: Pläne müssen lagerichtig montiert sein. Das heißt, die Darstellung auf dem Plan muss der tatsächlichen Blickrichtung des Betrachters entsprechen. Wenn oben auf dem Plan auch tatsächlich „vorne" im Gebäude ist, kann jeder ohne Nachdenken reagieren.

In einer Paniksituation zählt jede Sekunde, und die kognitiven Ressourcen sind bereits überlastet. Ein Plan, den man erst gedanklich drehen muss, kostet genau die Zeit, die er sparen soll. Praktisch bedeutet das: Ein Geschoss braucht unter Umständen mehrere Planvarianten, je nachdem, wo sie hängen.

Wo Pläne hängen sollten

  • An verkehrsreichen Stellen mit hoher Personenfrequenz
  • In Eingangs- und Empfangsbereichen
  • An Treppenhäusern und Aufzugsvorräumen
  • In Fluren an Kreuzungspunkten
  • In Gästezimmern, Patientenzimmern, Hotelzimmern
  • Bei ausreichender Beleuchtung und in erreichbarer Höhe

Typische Fehler, die wir beheben

  • Ein einziger Plan für alle Aushängeorte eines Geschosses
  • Norden oben statt Blickrichtung oben
  • Montage zu hoch oder hinter Türen verdeckt
  • Löscher eingezeichnet, die längst versetzt wurden
  • Sammelplatz angegeben, der heute Parkfläche ist
  • Plan ohne Datums- und Versionsangabe

Aktualisierung und Revision

Bereits vorhandene Pläne sind in regelmäßigen Abständen auf ihre Gültigkeit zu prüfen. Eine Aktualisierung ist immer dann notwendig, wenn sich Raumaufteilung, Nutzung oder Betriebsweise ändern.

Veraltete Pläne mit falschen Informationen sind gefährlicher als keine Pläne, weil sie zu Fehlentscheidungen führen und weil sie im Schadensfall gegen den Betreiber gewertet werden können.

Wir übernehmen die Terminüberwachung Für unsere Kunden hinterlegen wir Planstand und Prüfdatum und melden uns aktiv, bevor eine Revision fällig wird. Sie müssen sich keinen Wiedervorlagetermin setzen.

Unser Leistungsumfang

Überblick Produkte

  • Flucht- und Rettungsplan nach DIN ISO 23601
  • Zimmer- und Etagenpläne
  • Mehrsprachige Ausführungen
  • Langnachleuchtende Ausführung
  • Alu-Klapprahmen und Wechselrahmen
  • Sicherheitskennzeichnung nach ASR A1.3

Überblick Leistungen

  • Vor-Ort-Begehung und Bestandsaufnahme
  • Planung und Auslegung der Aushängeorte
  • Erstellung nach Norm, inklusive Textteil
  • Produktion und lagerichtige Montage
  • Prüfung und Überarbeitung bestehender Pläne
  • Regelmäßige Aktualitätsprüfung im Revisionszyklus
  • Unterweisung Ihrer Mitarbeitenden zu den Plänen

Ablauf in fünf Schritten

Erstkontakt und Einschätzung

Sie schildern uns Objekt und Nutzung. Wir sagen Ihnen, ob und in welchem Umfang Pläne erforderlich sind, noch vor jedem Angebot.

Begehung vor Ort

Wir nehmen Grundrisse, Fluchtwege, Löscheinrichtungen und Erste-Hilfe-Punkte auf und legen mit Ihnen die Aushängeorte fest. Bestandspläne sind hilfreich, aber nicht erforderlich.

Erstellung und Abstimmung

Sie erhalten einen Korrekturabzug als PDF. Erst nach Ihrer Freigabe geht der Plan in Produktion.

Produktion und Montage

Wir liefern in der vereinbarten Ausführung und montieren lagerichtig vor Ort, auf Wunsch inklusive der zugehörigen Sicherheitskennzeichnung.

Revision im Turnus

Wir hinterlegen Ihren Planstand und melden uns, wenn die nächste Aktualitätsprüfung ansteht oder Sie uns bauliche Änderungen mitteilen.

Häufige Fragen

Was uns Kunden im Erstgespräch am häufigsten fragen, ohne Umschweife beantwortet.

Der Preis hängt im Wesentlichen von drei Größen ab: der Anzahl der Geschosse, der Anzahl der benötigten Planvarianten (wegen der Lagerichtigkeit) und davon, ob verwertbare Bestandsgrundrisse vorliegen.

Wir arbeiten mit einem Festpreis nach Begehung. Es gibt keine Abrechnung nach Aufwand und keine Überraschung auf der Schlussrechnung. Die Erstberatung und die Einschätzung, ob Sie überhaupt Pläne benötigen, sind kostenfrei.

Für ein Objekt mittlerer Größe rechnen wir ab Begehung mit etwa zwei bis drei Wochen bis zur Montage. Davon entfällt ein Teil auf Ihre Freigabe des Korrekturabzugs.

Steht eine Brandschau oder eine Abnahme kurzfristig an, sagen Sie es uns bitte direkt. Wir haben in solchen Fällen regelmäßig kürzere Wege gefunden.

Ja, und das ist häufig der wirtschaftlichere Weg. Wir prüfen bestehende Pläne auf Normkonformität, inhaltliche Richtigkeit und Lagerichtigkeit der Montage.

Sie erhalten anschließend eine kurze, nachvollziehbare Bewertung: Was ist in Ordnung, was muss überarbeitet werden, was muss ersetzt werden. Oft genügt eine Aktualisierung einzelner Geschosse.

Der grafische Teil ist durch die genormten Piktogramme sprachunabhängig. Der Textteil mit dem Verhalten im Brandfall ist es nicht.

In Unternehmen mit internationalem Personal ist eine mehrsprachige Ausführung daher nicht nur empfehlenswert, sondern ergibt sich häufig bereits aus der Unterweisungspflicht des Arbeitgebers. Wir setzen das ohne Aufpreis auf die Planerstellung um.

Nein, aber an den richtigen Stellen. Maßgeblich ist, dass eine Person an Entscheidungspunkten Orientierung findet: dort, wo sich Wege verzweigen, an Treppenhäusern, in Eingangsbereichen und überall dort, wo sich ortsunkundige Personen längere Zeit aufhalten.

Wir legen die Aushängeorte bei der Begehung gemeinsam mit Ihnen fest und dokumentieren sie. Das ist zugleich Ihr Nachweis gegenüber der Behörde.

Die Pflicht zur Aufstellung und regelmäßigen Überprüfung liegt beim Betreiber der Arbeitsstätte. Diese Verantwortung lässt sich nicht auf einen Dienstleister auslagern, wohl aber die Ausführung und die Fristenüberwachung.

Genau das übernehmen wir: Sie erhalten von uns eine dokumentierte Aktualitätsprüfung, mit der Sie gegenüber Behörde, Berufsgenossenschaft und Versicherer nachweisen können, dass Sie Ihrer Pflicht nachgekommen sind.

Ja, und das ist ausdrücklich zu empfehlen. Beide Planwerke basieren auf derselben Aufnahme des Gebäudes. Werden sie gemeinsam erstellt, sparen Sie eine zweite Begehung und vermeiden Widersprüche zwischen den Plänen.

Bei Feuerwehrplänen nach DIN 14095 übernehmen wir zusätzlich die Abstimmung mit der zuständigen Brandschutzdienststelle und der örtlichen Feuerwehr. Mehr zu Feuerwehrplänen

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